Kategorie: Heizung & Lüftung

Die Heizung heizt (nun endlich richtig)

Von | 13. Oktober 2015

Wir sind nicht die einzigen mit Heizungsproblemen, das haben wir nach Gesprächen mit einigen Nachbarn bereits herausgefunden. Wir finden es schon sehr merkwürdig, dass bei der Anzahl von 12 Doppelhaushälften mehr als ein Drittel Probleme mit der Heizung haben/hatten.

Bei uns ist es so gewesen, dass der Boden in der Küche immer warm war, obwohl das Wandthermostat aus war. Nachdem ich nun also endlich die Zeit gefunden hatte, dem Ganzen auf die Schliche zu kommen, warf ich einen Blick in den Heizkreisverteiler. Der Stellmotor, der das Ventil für die Küchenheizung regelt, war lose und baumelte locker auf dem Ventil. Somit konnte scheinbar kein Impuls an das Ventil gegeben werden, die Heizung mal abzuschalten. Seitdem ich den Stellmotor wieder fest auf das Ventil gesetzt habe, wird die Heizleistung in der Küche korrekt geregelt.

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Nicht befestigter Stellmotor

Im Obergeschoss wiederum wurde das Kinderzimmer nicht warm. Im Heizkreisverteiler sah jedoch alles ok aus. Erst nach mehreren Tagen des Rumprobierens fanden wir heraus, dass die Wandthermostate der beiden Kinderzimmer falsch angeschlossen sind. Dreht man im Kinderzimmer (Kind 1) auf, wird das andere Zimmer (Kind 2) warm und umgekehrt. Also mussten die beiden Stellmotoren jeweils auf das andere Ventil getauscht werden. Nun funktioniert es auch hier.

Das Ganze war bei uns also relativ einfach zu beheben, aber ich finde die Summe aller Unstimmigkeiten, die die Heizung bei allen neuen Eigentümern betrifft, eher unschön. Hier wurde scheinbar nicht sehr sorgsam gearbeitet.

Nachtrag: Zwischenzeitlich hatten wir festgestellt, dass beide Heizkreisläufe im Dachgeschoss (Bad und Gästezimmer) nicht beheizt wurden. Auch nicht nach drei Tagen auf Stufe 5. Also musste wieder die Sanitär- und Heizungsfirma ran. Diesmal waren die Heizkreisläufe nicht richtig entlüftet bzw. es war zuviel Luft drin. Also musste der Heizkreislauf kompliziert entlüftet werden. Nebenbei wurde im Heizungsraum festgestellt, dass die Kollegen wohl nicht ganz sauber gearbeitet hatten und eine Dichtung nicht ordnungsgemäß montiert war. Da wir nicht jeden Tag im Heizungsraum reinschauen, haben wir nicht bemerkt, wie es in den letzten drei Tagen getropft hatte und sich eine Pfütze unter dem Wassertank gebildet hatte. Sehr ärgerlich!

Zielgerade

Von | 4. August 2015

Wir freuen uns, dass wir uns nun endlich auf der Zielgeraden befinden, denn die Termine für die Vorabnahme und die Übergabe sind fixiert. Es dauert also nicht mehr lange.

Eine Einweisung in die Lüftungsanlage haben wir gestern vor Ort auch schon bekommen und die Stadtwerke Langenfeld haben schon einen Willkommensbrief an den Einspeisungskasten für Glasfaser gehangen 🙂 Den Antrag dafür habe ich letzte Woche auch schon auf den Weg gebracht.

In den vergangenen 14 Tagen haben sich schon wieder jede Menge Dinge getan und unser (erster) Bauabschnitt der Berghausener Höfe wird langsam wohnlich.

Unsere Straße, der Scheunenweg, wird bis Mitte der Woche komplett fertiggestellt sein. Momentan fehlt nur noch der direkte Übergang zur Straße Am Solperts Garten und die Steinfugen müssen teilweise noch gefüllt werden.

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Unsere Haustür hat nun endlich einen Griff und die verglaste Überdachung ist auch montiert. Schaut gut aus.20150731-MZ-Paeschke-Solperts-Garten-01

Der fehlende Klinkerstein auf der Rückseite am Kinderzimmer wurde am vergangenen Wochenende auch gesetzt und muss nur noch verfugt werden. Im Inneren wurden an allen Fenstern, deren Rollos nicht elektrisch betrieben werden, die Handkurbel installiert.20150803-MZ-Paeschke-Solperts-Garten-01

Die Fliesenarbeiten inkl. Fugenarbeiten sind bis auf die bodengleiche Dusche im Obergeschoss abgeschlossen. Das wird aber in den nächsten Tagen auch passieren.20150803-MZ-Paeschke-Solperts-Garten-02

Unser kurzfristige Sonderwunsch, die Treppe in Anthrazit (RAL 7016) lackieren zu lassen, wurde ebenfalls erfüllt. Wir sind zwar mit der Preisgestaltung (wie auch in der zuletzt angesprochenen Kommunikation) des Malers nicht ganz zufrieden, aber da wohl die Vorarbeiten für das Streichen der Treppe in der Standardfarbe Weiß bereits beendet waren, musste hier nochmal größerer Aufwand betrieben werden, der sich nun auch im Preis niederschlägt.20150724-MZ-Paeschke-Solperts-Garten-01

Momentan warten wir noch auf ein Angebot eines Schreiners für unsere Durchreiche und auf das Verlegen des Parketts und der Treppenstufen inkl Handlauf.

Gestern wurde auch noch fleißig in allen Gärten gepflügt , so dass das bereits gewachsene Unkraut wieder weg ist. Gut möglich, dass dies die Vorbereitungen für die Verlegung des Rasens sind.

Baubegehung „Vor-Estrich“

Von | 23. Februar 2015

Es geht schnell voran. Die letzte Baubegehung „Vor-Putz“ ist noch gar nicht lange her, nun stand die nächste an, da die Fußbodenheizung komplett verlegt wurde.

Bei der Begehung stand die Begutachtung der Fußbodenheizung im Vordergrund, andere Veränderungen hatte ich in meinem letzten Beitrag bereits beschrieben.

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Im Vorfeld gab es ja schon Meinungsverschiedenheiten zwischen unserem Sachverständigen (inkl. mir) und der PAESCHKE Bauleitung, was die Benutzung von Rohrverbindungen (und damit potentiellen Sollbruchstellen) in einer nagelneuen, verlegten Heizkreisfläche angeht.

Wir wollten so etwas auf keinen Fall und hatten dies auch so kommuniziert.

Wie sich bei der Baubegehung herausstellte, war die Fußbodenheizung im Grunde sehr gut verlegt und in allen Räumen waren die Heizkreise durchgängig „am Stück“ verlegt worden, bis auf das Kinderzimmer 1. Hier wurde zu unserem Unmut eine Rohrverbindung verbaut. Leider war dieses Verbindungsstück in keinster Form gekennzeichnet, weder durch einen Herstellernamen, noch einer Herstellernummer. Wir haben zwar im Vorfeld bereits Nachweise durch die Bauleitung erhalten, dass diese Art von Verbindungen geprüft und zugelassen sind. Das ist auch soweit richtig, wenn die Richtlinien des Herstellers zu Material und Montage eingehalten werden. Hier fordern wir konkret für dieses Verbindungsstück den Nachweis oder noch besser: Die Neuverlegung ohne Verbindungsstück.

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Da die Bauleitung aber hier keinen Handlungsbedarf sieht und der Estrich zügig ins Haus soll, wird es wohl leider dabei bleiben.

Wir haben diesen Mangel mit in unser Gutachterprotokoll mit aufgenommen und somit ist es für die Bauabnahme schriftlich dokumentiert.

Was ist der Blower-Door-Test?

Von | 28. November 2014

Unser Bauträger, die Firma PAESCHKE, wirbt damit, dass unser Haus einem Blower-Door-Test unterzogen wird und auch ein Zertifikat hierfür erhält. Unser baubegleitende Bausachverständiger, sagte mir, dass dies mittlerweile für neue Häuser mit dieser Energieeffizienzklasse Standard ist und gesetzlich vorgeschrieben ist. Was es genau damit auf sich hat und wie das im Detail funktioniert, hat das Hausbauportal &  Bauratgeber Haus-XXL in den folgenden Zeilen für mich erläutert.

Blower-Door-Test

Die etwas seltsam anmutenden englische Bezeichnung Blower-Door-Test, wortwörtlich übersetzt: “Gebläse-Tür-Test“, bezieht sich hierbei tatsächlich auf ein Gebläse, das meist im Rahmen einer Haustüre installiert wird. Doch warum?

Das Differenzdruck-Messverfahren

Die quasi amtliche, deutsche Bezeichnung Differenzdruck-Messverfahren dient dazu, an einem Haus vorzugsweise in dessen Bauphase, bevor die Außendämmung aufgetragen wird, einen Drucktest von innen nach außen vorzunehmen. Sinn und Zweck dieses Tests ist die Feststellung von Leckagen beziehungsweise Löchern in der Hausaußenwand, über die ein Luftaustausch und damit ein Energieverlust erfolgen könnte.

Gesetzliche Grundlage

Im Zuge des energiesparenden Bauens und den dazu verabschiedeten Verordnungen findet auf den Bau neuer Häuser unter anderem die DIN 4108 ihre Anwendung. In dieser DIN ist die Forderung nach dem Einbau einer luftundurchlässigen Schicht über die gesamte Fläche des Hauses enthalten. Dies dient schlicht dazu, nicht unnötig Energie zu verschleudern. Denn nicht nur undichte Türen und Fenster können Wärmeenergie nach außen lassen. Eine so komplexe Konstruktion wie ein Haus bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, die eine oder andere Lücke offen zu lassen, durch die während der Heizperiode Wärme entweichen kann.

Das Verfahren im Detail

Ein Ventilator wird in einem Türrahmen oder auch Fensterrahmen so installiert, dass der durch den Ventilator erzeugte Luftstrom nur über den Ventilator beziehungsweise dessen Messblenden hinaus- oder hereinströmt. Als Messblenden sind Sensoren zu verstehen, die eine Druckmessung vornehmen. Der in der DIN EN 13829 geregelte Ablauf des Messverfahrens umfasst etwa für ein Einfamilienhaus rund drei Stunden. In diesem Zeitraum werden drei Phasen durchlaufen. In der ersten Phase wird im Gebäude ein Unterdruck von 50 Pa oder höher erzeugt, mit dessen Hilfe Leckagen am Gebäude lokalisiert werden. Je nach Größe der Leckagen können hierzu Rauchspender oder Rauchmaschinen eingesetzt werden, die die Luftströmungen sichtbar machen. Genauso können aber auch Infrarotkameras Verwendung finden, die die exaktesten Resultate liefern. In der zweiten Phase, nach Beseitigung der zuvor entdeckten Lecks, erfolgt der stufenweise Aufbau eines Unterdrucks in Schritten von 5 bis 10 Pa bis hin zum Enddruck, der hierbei zwischen 60 und 100 Pa liegt. Jeder Schritt wird dabei gemessen und in einem Protokoll festgehalten. In der abschließenden dritten Phase erfolgt statt der Erzeugung eines Unterdrucks der schrittweise Aufbau eines Überdrucks im Gebäude und die Messung sowie Protokollierung erfolgt erneut. Die Messergebnisse bilden die Grundlage zur Errechnung des sogenannten n50-Wertes. Dieser Wert zeigt an, wie oft die Luft bei einem Referenzdruck von 50 Pa pro Stunde in dem jeweiligen Gebäude ausgetauscht wird. So könnte ein solcher Wert etwa 2,5 h-1 betragen, was bedeutet, dass die Luft zweieinhalbmal pro Stunde ausgetauscht wird. Die gültige Norm erlaubt einen Luftaustausch von maximal 3 pro Stunde bei Wohngebäuden ohne Lüftungsanlage und 1,5 bei  äusern mit Lüftungsanlagen.

Fertighäuser

Moderne Fertighäuser, wie sie beispielsweise auf haus-xxl.de zu sehen sind, besitzen natürlich ein entsprechendes Zertifikat, in dem der Nachweis des Blower-Door-Tests und die Einhaltung der Norm verzeichnet ist.