Küchenplanung

Von | 10. Dezember 2014

Ein nicht zu unterschätzender Punkt – sowohl preislich, als auch zeitlich – ist die Planung der Küche. Dies hat mehrere Gründe.

Sanitärplanung

Zum einen möchte der Sanitärinstallateur gerne wissen, wo der Anschluss und der Abfluss für die Spüle hin soll. Die Spülmaschine sollte auch nicht all zuweit von der Spüle entfernt sein und wenn Ihr einen Cooler habt, also einen Kühlschrank mit integrierten Eiswürfelspender ist das auch ganz nützlich für den Installateur zu wissen.

Elektroplanung

Der Elektriker möchte gerne den Anschluss für den Herd legen. Praktischerweise natürlich auch gleich die restlichen Anschlüsse mit. Vergesst also nicht eine nahe gelegene Steckdose für die Dunstabzugshaube. Solltet Ihr eine Abzugshaube mit Abluft nutzen wollen, dann muss hier auch die Öffnung in der Außenwand geplant werden. Unsere Dunstabzugshaube kann beides, Abluft und Umluft. Wir werden auch weiterhin den Umluftbetrieb nutzen und verzichten auf die Abluftöffnung in der Wand. Dies wurde uns vom Bauleiter und Bausachverständigen ebenfalls bestätigt, da diese Variante sinnvoller ist bei der im Haus installierten Wärmetauschlüfteranlage. So würden wir in der Küche wertvolle, warme Abluft verschenken.

Wenn Ihr dann schon mal bei der Planung von Herd und Spüle seid, könnt Ihr natürlich auch gleich die restlichen Schalter und Dosen in der Küche planen. Gerade im Arbeitsbereich kann man nie genug Steckdosen haben und mit den 7 Steckdosen, die von PAESCHKE im Standard insgesamt in der Küche verbaut werden, kommt man meiner Meinung nach nicht aus.

Also haben wir zusätzliche Steckdosen entlang der Arbeitsplatte auf beiden Seiten der Küche geplant, zusätzlich die Vorbereitung für einUnterputzradio von GIRA und die dazugehörigeBluetooth-Dockingstation, damit man auch mal eigene Musik vom Smartphone hören kann. Damit ist die Daseinsberechtigung für ein klobiges Unterbauradio erloschen.

Weiterhin haben wir eine höhergelegene Steckdose für die separate Mikrowelle geplant, da wir keine Einbaumikrowelle haben und somit auch keinen freiliegenden Kabelsalat haben möchten. Ganz nützlich, vor allem zur Weihnachtszeit, ist auch eine Steckdose direkt im Fensterrahmen, damit die Fensterbeleuchtung einen kurzen Anschlussweg hat.

Planung & Kauf

Da wir unser bisherige Küche mitnehmen werden, musste diese umgeplant werden. Unsere Küche ist 8 Jahre alt und damit zu alt, damit man dafür noch etwas bekommt und zu neu, um sie aufzugeben. Noch dazu funktionieren alle Einbaugeräte noch tadellos und werden erst bei Defekt ausgetauscht.

Also sind wir zum Fachmarkt, wo wir unsere Küche damals gekauft haben – in das Möbelzentrum Vonnahme in Hilden. Die Ernüchterung folgte prompt: Für die Anpassung unserer Küche, sprich Zukauf einiger (genauer: 3) zusätzlicher Unterschränke, neue Sockelleisten, Arbeitsplatte etc. wurde ein saftiger Preis verlangt. Um genau zu sein, die Hälfte vom gesamten damaligen Küchenpreis. Das hat gesessen.

Leider ist es seitens der Küchenhersteller mittlerweile Gang und Gäbe, dass man auch als Besitzer einer Markenküche nicht davor gefeit ist, dass die Küchenserie auch einem oder zwei Jahren nicht mehr existiert. Dies ist bei unserer nobilia Küche auch der Fall. Also müssen wir auf eine andere Küche mit fast identischen Fronten und Korpus ausweichen.

Dennoch erschien uns der Preis exorbitant hoch und wir versuchten unser Glück im Küchenzentrum Smidt in Langenfeld. Dort haben wir nun die gleiche umgeplante Küche inkl. zweier zusätzlicher Extras 25% günstiger als bei Vonnahme bekommen. Das ist zwar immer noch teurer als wir uns dies ursprünglich ausgemalt hatten, aber zumindest ist die Küchenplanung abgeschlossen und können uns anderen Dingen im Haus widmen. Etwa 6 Wochen vor Umzug müssen die Teile dann bestellt werden, damit sie pünktlich ankommen. Ab- und Aufbauen werden wir die Küche selbst, ansonsten kann man nochmal grob mit 600-700 EUR kalkulieren.

Fazit: Die Gedanken für die Küchenplanung sollten in einer frühen Phase gemacht werden, denn der Elektriker und der Sanitärinstallateur wartet nicht. Wer einen guten Schreiner kennt oder befreundete Helfer hat, die hier unterstützen können, kann einiges an Geld sparen, wenn eine Küche umgebaut werden muss.

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