Kategorie: Innenausbau

Sanitär-Ärger

Von | 11. Februar 2015

Wie im letzten Beitrag geschrieben, ist uns bei der Bad-Besichtigung aufgefallen, dass die Wannenarmatur nicht unter Putz gelegt wurde, sondern eine Vorwand-Installation erfolgen soll. Das haben wir uns so natürlich nicht vorgestellt.

Vorab: Da sind wir selber schuld.

Als wir mit der Sanitärinstallationsfirma unser Bad besprochen und abgenickt hatten, war dieser Sockel auf 85 cm so auch eingezeichnet. Das war uns damals aber nicht wirklich bewusst gewesen, denn eigentlich hätten wir gerne einen Sockel auf Wannenhöhe.

Nach Rücksprache mit dem zuständigen Ansprechpartner, lässt sich das auch noch ändern. Da es aber erneuter Aufwand ist – es wurde ja schließlich schon geputzt – kostet das extra. Nun wird also die Wannenarmatur auch unter Putz gelegt und der Sockel soll anschließend mit der Wanne auf einer Ebene abschließen.

Nächstes Problem: Der Handbrauseschlauch. Da die Armatur an der Wand nun 15 cm weiter hinten hängt, wird das mit dem Brauseschlauch der abgeknickt dann in der Wanne hängt schlicht scheiße aussehen. Hierfür gibt es Abhilfe, nämlich eine sogenannte Aufrollautomatik (Hansa Rollbox Einzeleinbaukörper). Hierbei wird der Brauseschlauch im Wannenrand versteckt und aufgerollt, die Handbrause am Fliesenrand montiert. Hierbei sparen wir natürlich wiederum die Brausehalterung an der Wand.

Da ich dann auch gleich im Gespräch mit unserem Ansprechpartner war, bekam ich die Rückfrage, wie denn die Wanne befüllt werden soll. Ich war etwas irritiert. Im Angebot, welches der Bad-Ausstatter an die Sanitärfirma übergeben hatte, fehlte für die Badewanne die Überlaufgarnitur. Wir waren naiver-weise davon ausgegangen, dass dies bei der Badewanne bereits dabei wäre. Da wir nicht wussten, dass dies ein separater Posten ist, haben wir ihn auch im Angebot nicht vermisst.  Also kommt jetzt mit dem Multiplex Trio ein weiterer Punkt auf dem Angebot dazu.

Der nächste noch abzuarbeitende Punkt ist die Position des WC’s bzw, des Spülkasten. Hier war vereinbart, dass dieses mittig zwischen Fenster und Schacht montiert wird. Wie auf dem Foto zu erkennen, ist das aber alles andere als mittig. Die Sanitärfirma hat von der Bauleitung die entsprechende Maße bekommen und berücksichtigt, allerdings ist der Schacht aufgrund der Vielzahl von Rohren dann doch breiter ausgeführt, als geplant. Hier besteht zwischen der Bauleitung und Sanitärfirma noch Klärungsbedarf. Wir sind gespannt.

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Alles Verputzt

Von | 10. Februar 2015

Gestern waren wir mal ausnahmsweise unter der Woche auf der Baustelle, um mal wieder in das Haus zu schauen. Mit dem Bauleiter war das im Vorfeld abgeklärt. Am Samstag hatten wir nämlich durch die Fenster schon gesehen, dass zumindest im EG komplett der Putz aufgebracht wurde.

Nachdem wir uns im Haus ausgiebig alle Etagen angeschaut haben, waren wir bis auf einen Mangel sehr zufrieden. Im Badezimmer ist die Unterputzarmatur für die Badewanne eben nicht unter Putz. Hier sollte eigentlich die Armatur, genau wie die von der Dusche mit der Wand abschließen. So wie es hier ausschaut, soll vermutlich eine Vorwandinstallation gemacht werden. Das war so natürlich nicht abgesprochen, denn wir möchten gerne von der Wanne zur Wand noch eine ebene Abstellfläche in Wannenhöhe haben und keinen hochgemauerten Sockel bis 85 cm.

Das muss jetzt noch geklärt werden.

Ansonsten macht es im geputzten Haus gleich einen anderen Eindruck. Heute sollen die Verlegearbeiten der Fußbodenheizung beginnen.

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Wannenarmatur nicht unter Putz

 

Innentüren

Von | 2. Februar 2015

Anfang Januar trudelte ein Brief bei uns ein, dass wir uns für die Innentüren und Türbeschläge entscheiden müssen. Der Innenausbau nimmt damit also langsam konkrete Formen an bzw. die Vorbereitungen hierfür.

Zur Auswahl (im Standard) stehen drei verschiedene Türblätter und zwei Türbeschläge.

Auf der Seite von lebo.de konnten wir zwischen Lebolit Buche, Lebolit Esche weiß oder Lebolit weiß 9010 wählen. Hierbei handelt es sich um eine CPL-Oberfläche (Continuous Pressure Laminate), also einer Folie, die man vom Laminat her kennt. Dabei ist ein Holzmuster sichtbar und auch fühlbar. CPL hat einige Vorteile, wie z. B. die Lichtechtheit, robuste Oberfläche (kratz- und stossfest), Wasserdampfbeständigkeit, Fleckenunempfindlichkeit und Hitzebeständigkeit.

Wir haben uns für alle Türen mit der Oberfläche Lebolit weiß 9010 entschieden. Da wir im Wohnzimmer eine Glastür einsetzen möchten und uns der Aufpreis von über 320 EUR zu teuer erschien, verzichten wir dort auf eine Tür und werden diese separat kaufen und einbauen. Hierfür gibt es eine Erstattung von 85 EUR für Türblatt und Türbeschlag. Wir haben bereits eine Glastür in unserer Wohnung verbaut und diese hat seinerzeit ca. 250 EUR inkl. Türbeschlag gekostet, also fahren wir hier etwas günstiger.

Für die Türbeschläge kommen im Standard zwei Modelle zu Auswahl: JUPITER oder TITANIA von Top-Form. Hier haben wir uns für das Modell JUPITER in Edelstahl entschieden.

Baustellenbesichtigung „Vor-Putz“

Von | 22. Januar 2015

Heute fand die nächste Baustellenbesichtigung mit unserem Bausachverständigen und unserem Bauleiter statt. Ein spannender Termin, da zum einen Fortschritte im Haus erkennbar waren, zum anderen stellte sich heraus, dass der Gutachter mittlerweile eine gute Idee ist. Beim ersten Termin „Rohbau“ im November gab es ja noch nichts zu beanstanden, aber diesmal sah das schon etwas anders aus. Falls ich Leser dieses Bautagebuchs habe, die das Haus 1 oder 2 erworben haben, sollten sie auf jeden Fall bis zum Schluss lesen.

Im Erdgeschoss und teilweise auch im Obergeschoss sind bereits die Fensterbänke montiert. Dabei wurde auch gleich festgestellt, dass zwar die Fenster an allen vier Seiten abgedichtet worden sind, allerdings nicht die Rolladenkästen. Diese müssen laut der Energie-Einsparverordnung (EnEV) ebenfalls mit abgedichtet werden. Hier muss also nochmal Hand angelegt werden.

Bei der Besichtigung fiel auch auf, dass die Vorwandelemente der WC-Spülkästen nicht eindeutig entkoppelt installiert wurden. Das bedeutet, dass die Metallelemente am Boden und an der Wand blank montiert wurden, so dass es zu störenden und schädlichen Schwingungen im Mauerwerk kommen könnte. Nach direkter Rückfrage mit der Sanitärfirma, hieß es, dass die Grohe-Spülkästen bereits ab Werk entkoppelt auf dem Vorwandselement sind. Hierzu muss noch ein Nachweis nachgereicht werden, dass dem so ist.

[UPDATE:] Mittlerweile haben wir den Nachweis, dass die wasserführenden Elemente vom Trägergestell entkoppelt sind und somit das Gestell nicht zusätzlich von den Wänden entkoppelt wird.

Die Unterputzinstallationen von Wanne, Dusche und die Vorbereitung für den Waschtisch waren hingegen entkoppelt montiert. Interessanterweise war die Unterputzinstallation für die Wanne mit einem Holzblock zur Entkopplung installiert. Das ist wohl soweit in Ordnung, aber hoffentlich wird das nicht morsch über die Zeit?

Unterputzinstallation mit Holzblock zur Entkopplung von Schwingungen

Unterputzinstallation mit Holzblock zur Entkopplung von Schwingungen

Fehlende Entkopplung ?

Schallentkopplung nicht notwendig laut Herstellernachweis

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Die Dachgauben sind noch nicht final fertiggestellt, es fehlen noch die Verzinkungen an den Seiten und auf der Oberseite, aber das war auch nicht elementarer Bestandteil der Besichtigung.

Dachgaube

Dachgaube

Im Wohnzimmer waren die Maurer etwas übereifrig beim Aufschlitzen für die Versorgung der Außenzapfstelle. Der Schlitz wird aber wieder ganz normal zugemauert.

Unnötiges Aufschlitzen der Wand

Unnötiges Aufschlitzen der Wand

Im Badezimmer im Spitzboden angekommen, gab es die nächste Enttäuschung. Warum auch immer, aber die Verkleidung und Dämmung vom Dachfenster war aufgerissen und mittelmäßig verkleidet worden. Das kann so nicht bleiben und muss erneuert werden.

Pfusch

Eingerissen – Muss nicht sein

Da werden ich also nochmal eifrig beim Bauleiter nachfassen müssen und um Behebung der zu beanstandenden Punkte schriftlich bitten.

Im Großen und Ganzen war es aber soweit ein sehr guter Termin und auch ein toller Baufortschritt, auch wenn die oben aufgeführten Punkte etwas negativ wirken.

Der nächste Termin mit unserem Sachverständigen wäre „Vor-Estrich“ und ist voraussichtlich in der 7. Kalenderwoche. Unser Bauleiter hat uns schon mal vorab angeboten mal in das Haus 1 bzw. 2 reinzuschauen, da dort bereits der Putz drauf ist und auch die Fußbodenheizung schon verlegt ist. Hierbei ist uns negativ aufgefallen, dass in einigen Räumen nicht an einem Stück die Heizschläuche verlegt wurden, sondern mit einem Kopplungsstück verbunden waren. Laut unserem Gutachter ist das nicht zulässig und hat bereits vorgewarnt, dass er in unserem Haus so etwas nicht sehen möchte, da er dann die komplette Anlage wieder rausreißen lassen kann. Nach Auskunft unseres Bauleiters finden aber im Haus 1 und 2 ab Montag die Estricharbeiten statt – hier ist also Eile geboten. Zumindest sollte man sich die genaue Position dieses Verbindungsstückes im Falle einer Undichtigkeit deutlich dokumentieren.

[UPDATE:] Grundsätzlich ist laut DIN 4726 der Einsatz von Rohrverbindungen erlaubt. Dies ist allerdings eine sehr allgemeine Aussage und abhängig von Herstellervorgaben zur Montage und Handhabung. Daher sind wir mit der Bauleitung in Klärung, ob diese Rohrverbindungen bei uns im Haus ebenfalls installiert werden – was wir ablehnen. Sollte es dazu kommen, müssen die Herstellervorschriften sehr genau berücksichtigt und geprüft werden.

Verbindungskupplung bei der Fußbodenheizung. Sollte vermieden werden!

Verbindungskupplung bei der Fußbodenheizung. Sollte vermieden werden!

Noch ein Punkt zum Thema Estrich: Aufgrund der Größe des Wohnzimmers wird nach DIN Vorschriften eine Bewegungsfuge im Zementestrich benötigt, um Formänderungen des Estrichs aufgrund der thermischen Beanspruchung aufzunehmen. Diese Bewegungsfuge darf nicht durch eine vollflächige Verklebung des Parketts versiegelt werden, also bleibt eine Bewegungsfuge mitten im Raum optisch sichtbar. Würde man Anhydritestrich statt Zementestrich verwenden, könnte man auf diese eine Bewegungsfuge im Wohnzimmer verzichten. Fugenprofile in den Türrahmen bleiben allerdings. Leider wird dies so nicht von Paeschke angeboten. Hier werde ich aber nochmal nachhorchen, was der Estrichmeister so sagt – es sind ja noch ein paar Tage bis zum Estrich hin.

Fertigstellung der Elektrik

Von | 19. Januar 2015

Einige Tage vor Weihnachten bekam ich die Info, dass der Elektriker schon fertig sei. Huch, so schnell? Bei unserem wöchentlichen Spaziergang zum Haus habe ich dann auch gleich mal durch die Fenster geschaut und tatsächlich: Alles verlegt und bereits verspachtelt.

Also musste ich vor Weihnachten noch ins Haus und habe alle kompletten elektrischen Leitungen im Haus fotografisch dokumentiert. Der Bauleiter war mit dabei und hat mir auch gleich noch den aktuellen Stand und ein paar Details der bereits verlegten Lüftungsrohre erzählt.

Mir war wichtig, dass ich jedes verlegte Kabel dokumentiert habe, damit ich später nicht aus Versehen beim Anbringen von Lampen, Regalen oder Fernseher auf ein Kabel treffe. Außerdem ist es gut zu wissen, welchen Weg die Kabel gehen, vielleicht möchte ich ja später etwas an der Elektrik ändern und weiß dann an welcher Wand ich ansetzen kann.

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Küche: Steckdose im Fensterrahmen und Arbeitssteckdosen

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Garage: Strom und CAT7-Kabel

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Arbeitszimmer: Telefon, SAT, Strom

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Küche: Herd, Dunstabzugshaube und Arbeitssteckdosen

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Wohnzimmer: TV-Ecke mit Lautsprechervorbereitung

Über die Planung der Elektrik hatte ich ja bereits geschrieben, daher war es für mich noch einmal eine Überprüfung dessen, ob ich an alles gedacht hatte. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass ich vielleicht doch die ein oder andere Dose (egal ob Strom oder Netzwerk) anders hätte planen sollen. Was ich in all meiner Planung allerdings vergessen hatte, obwohl ich anfangs dran gedacht hatte, waren Leerrohre. Verdammt! Bis auf meine Lautsprecherkabel und TV-Verkabelung hatte ich kein einziges Leerrohr im Haus. Wofür ich das brauche? Das weiß ich selbst auch noch nicht, da ich ja doch schon viel im Detail verplant hatte, aber wer weiß, was in 10 Jahren ist?

Also habe ich beim Elektriker nachgefragt, ob es noch möglich sei ein paar Leerrohre zu setzen. Kein Problem, so die Antwort. Also habe ich mich entschieden noch etagenübergreifende Leerrohre zu setzen, also quasi vom Keller bis zum Spitzboden, mit jeweils einen Auslass auf jeder Etage. So habe ich zumindest die Möglichkeit noch etwas vom Keller hochzuziehen.

Der Elektriker verbaut alles von GIRA. Finde ich klasse, aber da wir auf das Schalterprogramm Esprit Glas von GIRA mit weißen und schwarzen Glasrahmen setzen und die verbaute Standardserie nicht brauchen, bekommen wir nur die Doseninnenleben gesetzt, um die Abdeckungen und Rahmen für TV, Telefon Netzwerk, Lichtschalterwippen, Steckdosen, Jalousien etc. kümmern wir uns selbst. Dafür bekommen wir eine Teilerstattung seitens des Elektrikers. Das meiste davon haben wir schon vorrätig.

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Zwischenzeitlich hatte ich überlegt, für das GIRA Funk- und Wetterdisplay ebenfalls eine Unterputzdose zu setzen, um Batterien zu sparen, aber wir konnten uns noch nicht final festlegen, wo wir die Wetterstation hinhängen und bleiben somit flexibel.

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Grundsätzlich wollten wir sparsam sein mit Steckdosen im Sichtbereich von 1 m bis 1,40 m, da wir uns zum einen noch nicht mit deren Funktion festlegen wollten, zum anderen auch nicht Wandoptik zerstören wollten. Das haben wir nur bei der TV-Wand vorgesehen und für die beiden Unterputzradios in Küche und Badezimmer. Auch wenn wir dabei auf einige praktische Sachen verzichten müssen, wie z. B. kabelgebundene Wandleuchten im Kinderzimmer. Das muss jeder für sich selbst entscheiden, ein paar Kompromisse geht eben jeder ein.

Stand der Dinge

Von | 29. Dezember 2014

Kurz vor Weihnachten konnte ich noch diese Bilder machen.

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Die Elektrik im Haus ist soweit verlegt und bereits verspachtelt, dazu wird es demnächst noch mal einen gesonderten Artikel geben. Die Sonnenkollektoren auf dem Dach sind ebenfalls montiert und die Begrenzungsmauer zum Nachbarn ist auch schon fertig.

Die Sanitär- und Heizungsfirma ist derweil noch im Haus beschäftigt. Die Spülkästen für die WC’s, sowie die Unterputzarmaturen im Badezimmer für Wanne und Dusche sind bereits installiert. Gleiches Bild im Gäste-WC und im Badezimmer im Spitzboden (dort allerdings Aufputzarmaturen). Im Badezimmer haben wir, wie im Bild zu erkennen, einen kleineren Spülkasten (80 cm) genommen, damit wir die Abmauerung auf die gleiche Höhe hochziehen können, wie die Fensterbrüstung. Im Heizungskeller fehlt noch die Heizungsanlage.

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Gegenüber im Gewerbegebiet haben die Bauarbeiten, wie bereits geschrieben, begonnen. Angefangen wurde auf der Fläche, die direkt auf der Ecke der Autobahnabfahrt Richrath/ Berghausener Straße liegt. Die Ampelschaltung für die Unterführung funktioniert ebenfalls schon.

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Küchenplanung

Von | 10. Dezember 2014

Ein nicht zu unterschätzender Punkt – sowohl preislich, als auch zeitlich – ist die Planung der Küche. Dies hat mehrere Gründe.

Sanitärplanung

Zum einen möchte der Sanitärinstallateur gerne wissen, wo der Anschluss und der Abfluss für die Spüle hin soll. Die Spülmaschine sollte auch nicht all zuweit von der Spüle entfernt sein und wenn Ihr einen Cooler habt, also einen Kühlschrank mit integrierten Eiswürfelspender ist das auch ganz nützlich für den Installateur zu wissen.

Elektroplanung

Der Elektriker möchte gerne den Anschluss für den Herd legen. Praktischerweise natürlich auch gleich die restlichen Anschlüsse mit. Vergesst also nicht eine nahe gelegene Steckdose für die Dunstabzugshaube. Solltet Ihr eine Abzugshaube mit Abluft nutzen wollen, dann muss hier auch die Öffnung in der Außenwand geplant werden. Unsere Dunstabzugshaube kann beides, Abluft und Umluft. Wir werden auch weiterhin den Umluftbetrieb nutzen und verzichten auf die Abluftöffnung in der Wand. Dies wurde uns vom Bauleiter und Bausachverständigen ebenfalls bestätigt, da diese Variante sinnvoller ist bei der im Haus installierten Wärmetauschlüfteranlage. So würden wir in der Küche wertvolle, warme Abluft verschenken.

Wenn Ihr dann schon mal bei der Planung von Herd und Spüle seid, könnt Ihr natürlich auch gleich die restlichen Schalter und Dosen in der Küche planen. Gerade im Arbeitsbereich kann man nie genug Steckdosen haben und mit den 7 Steckdosen, die von PAESCHKE im Standard insgesamt in der Küche verbaut werden, kommt man meiner Meinung nach nicht aus.

Also haben wir zusätzliche Steckdosen entlang der Arbeitsplatte auf beiden Seiten der Küche geplant, zusätzlich die Vorbereitung für einUnterputzradio von GIRA und die dazugehörigeBluetooth-Dockingstation, damit man auch mal eigene Musik vom Smartphone hören kann. Damit ist die Daseinsberechtigung für ein klobiges Unterbauradio erloschen.

Weiterhin haben wir eine höhergelegene Steckdose für die separate Mikrowelle geplant, da wir keine Einbaumikrowelle haben und somit auch keinen freiliegenden Kabelsalat haben möchten. Ganz nützlich, vor allem zur Weihnachtszeit, ist auch eine Steckdose direkt im Fensterrahmen, damit die Fensterbeleuchtung einen kurzen Anschlussweg hat.

Planung & Kauf

Da wir unser bisherige Küche mitnehmen werden, musste diese umgeplant werden. Unsere Küche ist 8 Jahre alt und damit zu alt, damit man dafür noch etwas bekommt und zu neu, um sie aufzugeben. Noch dazu funktionieren alle Einbaugeräte noch tadellos und werden erst bei Defekt ausgetauscht.

Also sind wir zum Fachmarkt, wo wir unsere Küche damals gekauft haben – in das Möbelzentrum Vonnahme in Hilden. Die Ernüchterung folgte prompt: Für die Anpassung unserer Küche, sprich Zukauf einiger (genauer: 3) zusätzlicher Unterschränke, neue Sockelleisten, Arbeitsplatte etc. wurde ein saftiger Preis verlangt. Um genau zu sein, die Hälfte vom gesamten damaligen Küchenpreis. Das hat gesessen.

Leider ist es seitens der Küchenhersteller mittlerweile Gang und Gäbe, dass man auch als Besitzer einer Markenküche nicht davor gefeit ist, dass die Küchenserie auch einem oder zwei Jahren nicht mehr existiert. Dies ist bei unserer nobilia Küche auch der Fall. Also müssen wir auf eine andere Küche mit fast identischen Fronten und Korpus ausweichen.

Dennoch erschien uns der Preis exorbitant hoch und wir versuchten unser Glück im Küchenzentrum Smidt in Langenfeld. Dort haben wir nun die gleiche umgeplante Küche inkl. zweier zusätzlicher Extras 25% günstiger als bei Vonnahme bekommen. Das ist zwar immer noch teurer als wir uns dies ursprünglich ausgemalt hatten, aber zumindest ist die Küchenplanung abgeschlossen und können uns anderen Dingen im Haus widmen. Etwa 6 Wochen vor Umzug müssen die Teile dann bestellt werden, damit sie pünktlich ankommen. Ab- und Aufbauen werden wir die Küche selbst, ansonsten kann man nochmal grob mit 600-700 EUR kalkulieren.

Fazit: Die Gedanken für die Küchenplanung sollten in einer frühen Phase gemacht werden, denn der Elektriker und der Sanitärinstallateur wartet nicht. Wer einen guten Schreiner kennt oder befreundete Helfer hat, die hier unterstützen können, kann einiges an Geld sparen, wenn eine Küche umgebaut werden muss.

Sänitärausstattung, die zweite

Von | 1. Dezember 2014

Mittlerweile ist unser Sanitärangebot abgerundet und fertig. Die Sanitärinstallateure sollten in der kommenden Woche beginnen, ihre Installation vorzubereiten.

Der erste Schritt war bei uns ja der Besuch der Badaustellung, worüber ich in diesem Artikel ausführlich schrieb. Nachdem wir dann auch das Angebot dazu erhielten, haben wir nochmal einiges zusammengestrichen und verändert, denn ganz günstig ist es ja dann doch nicht.

Wie bereits angekündigt, haben wir alle Accessoires aus dem Angebot rausgeschmissen, denn diese bekommt man im Fachhandel oder online (z. B. bei amazon) deutlich günstiger. Dazu gehören u. a. WC-Bürsten Garnituren, Papierhalter, Handtuchhalter, etc.

Auch der Waschtisch inkl. Unterschrank (Burgbad Lado)  und die dazugehörige Armatur für das Gäste-WC, welches wir uns ausgesucht hatten, flog wieder aus dem Angebot. Aus zwei Gründen: Kosten. Der ausgesuchte Waschtisch kostet z. B. bei reuter in Mönchengladbach fast 30% weniger. Zum anderen sind wir uns gar nicht so sicher, ob wir diesen Waschtisch noch haben möchten, aber aufgrund des Zeitdrucks mussten wir uns ja etwas aussuchen. Mittlerweile haben wir uns aber überlegt, dass wir im Gäste-WC erstmal das Standard Waschbecken inkl. Armatur nehmen und im Nachhinein austauschen werden. Somit hält lediglich das WC von Roca mit der automatischen Absenkautomatik Einzug in das Gäste-WC.

Im Badezimmer haben wir uns wieder von der Acrylwanne Vigour Derby getrennt. Nachdem wir 3 unabhängige Meinungen mit der gleichen Aussage zu diesem Thema gehört haben, entschieden wir uns für eine emaillierte Stahlwanne – die Kaldewei Puro Duo.

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© Kaldewei // Kaldewei Puro Duo

Knifflig wurde noch die Angelegenheit mit der WC Position. Entgegen dem Standard wollten wir das WC zwischen Fenster und Badewanne installiert haben – wir haben ja ein ca. 55 cm breiteres Badezimmer. Allerdings liegt die Fensterbrüstung bereits bei einem Meter. Da wir den umlaufenden Sockel gerne auf Brüstungshöhe hochgemauert und daran das WC installiert haben wollten, bekamen wir erstmal gesagt, dass das nicht geht, weil der Spülkasten des WCs inkl. Befliesung etc. eine Höhe von 1,20 Meter benötigt. Und das sieht natürlich suboptimal aus. So ganz konnte ich das aber nicht glauben. Also zuhause direkt mal am eigenen Spülkasten die Höhe nachgemessen – 1 Meter. Aha, es geht also doch niedriger. Google war mein Freund und ruck zuck hatte ich raus, dass es auch Spülkästen gibt, die 82 cm hoch sind. Wieso sagt einem das keiner? Also wieder mit der Sanitärinstallationsfirma Kontakt aufgenommen und erläutert – ja, kein Problem, damit geht’s natürlich. Kostet aber Aufpreis. Warum hat mich das nicht gewundert? Nunja, jedenfalls bekommen wir das nun auch so hin, wie wir das wollten.

Ansonsten gab es keinen weiteren Klärungsbedarf. Das Gäste-Bad im Spitzboden bleibt im Standard, hier haben wir momentan allerdings noch keine Duschabtrennung ausgesucht. Mal schauen, ob wir das überhaupt über den Badaussteller/Sanitärfirma machen lassen oder was anderes aussuchen und von jemanden installieren lassen.

Einen Zusatzwunsch haben wir trotzdem noch. Im Keller möchten wir zukünftig gerne ein Waschbecken oder ein Ausgussbecken installieren. Irgendwohin muss das Wasser ja aus dem Trockner hin und grundsätzlich ist es sicherlich ganz praktisch im Hauswirtschaftsraum einen Wasseranschluss zu haben. Allerdings ist wohl der Abfluß hierfür nicht niedrig genug und daher müsste eine Hebeanlage installiert werden. Die Vorbereitungen zur Installation einer solchen Hebeanlage lassen wir gleich noch mit machen, hierfür wird eine Druckleitung in das Erdgeschoss gezogen und in den Keller zurückgeführt und eine vorbereiteter Abfluss montiert.

Was ist der Blower-Door-Test?

Von | 28. November 2014

Unser Bauträger, die Firma PAESCHKE, wirbt damit, dass unser Haus einem Blower-Door-Test unterzogen wird und auch ein Zertifikat hierfür erhält. Unser baubegleitende Bausachverständiger, sagte mir, dass dies mittlerweile für neue Häuser mit dieser Energieeffizienzklasse Standard ist und gesetzlich vorgeschrieben ist. Was es genau damit auf sich hat und wie das im Detail funktioniert, hat das Hausbauportal &  Bauratgeber Haus-XXL in den folgenden Zeilen für mich erläutert.

Blower-Door-Test

Die etwas seltsam anmutenden englische Bezeichnung Blower-Door-Test, wortwörtlich übersetzt: “Gebläse-Tür-Test“, bezieht sich hierbei tatsächlich auf ein Gebläse, das meist im Rahmen einer Haustüre installiert wird. Doch warum?

Das Differenzdruck-Messverfahren

Die quasi amtliche, deutsche Bezeichnung Differenzdruck-Messverfahren dient dazu, an einem Haus vorzugsweise in dessen Bauphase, bevor die Außendämmung aufgetragen wird, einen Drucktest von innen nach außen vorzunehmen. Sinn und Zweck dieses Tests ist die Feststellung von Leckagen beziehungsweise Löchern in der Hausaußenwand, über die ein Luftaustausch und damit ein Energieverlust erfolgen könnte.

Gesetzliche Grundlage

Im Zuge des energiesparenden Bauens und den dazu verabschiedeten Verordnungen findet auf den Bau neuer Häuser unter anderem die DIN 4108 ihre Anwendung. In dieser DIN ist die Forderung nach dem Einbau einer luftundurchlässigen Schicht über die gesamte Fläche des Hauses enthalten. Dies dient schlicht dazu, nicht unnötig Energie zu verschleudern. Denn nicht nur undichte Türen und Fenster können Wärmeenergie nach außen lassen. Eine so komplexe Konstruktion wie ein Haus bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, die eine oder andere Lücke offen zu lassen, durch die während der Heizperiode Wärme entweichen kann.

Das Verfahren im Detail

Ein Ventilator wird in einem Türrahmen oder auch Fensterrahmen so installiert, dass der durch den Ventilator erzeugte Luftstrom nur über den Ventilator beziehungsweise dessen Messblenden hinaus- oder hereinströmt. Als Messblenden sind Sensoren zu verstehen, die eine Druckmessung vornehmen. Der in der DIN EN 13829 geregelte Ablauf des Messverfahrens umfasst etwa für ein Einfamilienhaus rund drei Stunden. In diesem Zeitraum werden drei Phasen durchlaufen. In der ersten Phase wird im Gebäude ein Unterdruck von 50 Pa oder höher erzeugt, mit dessen Hilfe Leckagen am Gebäude lokalisiert werden. Je nach Größe der Leckagen können hierzu Rauchspender oder Rauchmaschinen eingesetzt werden, die die Luftströmungen sichtbar machen. Genauso können aber auch Infrarotkameras Verwendung finden, die die exaktesten Resultate liefern. In der zweiten Phase, nach Beseitigung der zuvor entdeckten Lecks, erfolgt der stufenweise Aufbau eines Unterdrucks in Schritten von 5 bis 10 Pa bis hin zum Enddruck, der hierbei zwischen 60 und 100 Pa liegt. Jeder Schritt wird dabei gemessen und in einem Protokoll festgehalten. In der abschließenden dritten Phase erfolgt statt der Erzeugung eines Unterdrucks der schrittweise Aufbau eines Überdrucks im Gebäude und die Messung sowie Protokollierung erfolgt erneut. Die Messergebnisse bilden die Grundlage zur Errechnung des sogenannten n50-Wertes. Dieser Wert zeigt an, wie oft die Luft bei einem Referenzdruck von 50 Pa pro Stunde in dem jeweiligen Gebäude ausgetauscht wird. So könnte ein solcher Wert etwa 2,5 h-1 betragen, was bedeutet, dass die Luft zweieinhalbmal pro Stunde ausgetauscht wird. Die gültige Norm erlaubt einen Luftaustausch von maximal 3 pro Stunde bei Wohngebäuden ohne Lüftungsanlage und 1,5 bei  äusern mit Lüftungsanlagen.

Fertighäuser

Moderne Fertighäuser, wie sie beispielsweise auf haus-xxl.de zu sehen sind, besitzen natürlich ein entsprechendes Zertifikat, in dem der Nachweis des Blower-Door-Tests und die Einhaltung der Norm verzeichnet ist.

Planung der Elektrik

Von | 24. November 2014

Am vergangenen Freitag war ich mit dem Elektriker im Haus und zeichnete alle Wünsche ein. Ich hatte mich im Detail auf den Termin vorbereitet und plante schon seit einer Woche in technischen Zeichnungen und Grundrissen unsere Lichtschalter, Steckdosen, Antennen- und TAE-Dosen ein. Auch die Rolllädenschalter, meine CAT7-Netzwerkverkabelung und Vorbereitung der Lautsprecher sollte nicht fehlen. Trotzdem brauchten wir fast 2,5 Stunden. Dieser Termin sollte also nicht unterschätzt werden, erst Recht nicht, wenn man noch keine rechte Ahnung hat, wo welche Schalter und Dosen gesetzt werden.

 

Grundsätzlich gilt: „Viel hilft viel.“ und „Haben ist besser als brauchen.“

Als dann das Angebot vom Elektriker in meinem E-Mail Postfach landet kommt noch der Satz „Viel kostet viel.“ dazu.

Aber der Reihe nach: In der Baubeschreibung ist standardmäßig alles aufgelistet, welche Anzahl Dosen, Schalter etc. in welchen Raum verbaut wird. Schnell merkt man dann, dass das vorne und hinten nicht ausreicht. Beispiel Küche: 7 Steckdosen im Standard! Abzüglich Kühlschrank, Dunstabzugshaube und Mikrowelle bleiben noch 4 Arbeitssteckdosen. Spülmaschine und Herd bekommen einen separaten Anschluss. Dennoch definitiv zu wenig.

Im Wohnzimmer sind ebenfalls 7 Steckdosen im Standard. Zählt man die Dinge durch, die man ich im Wohnzimmer so braucht, dann kommt man schnell ans Ende. Telefon, TV, Sat-Receiver, AV-Receiver, Streaming Client (Apple TV), Smartphone-Ladestation, Spielekonsole, ggf eine Fritz!Box usw. Natürlich kann man all diese Dinge kostengünstig an eine oder mehrere Steckdosenleisten verkabeln, aber dafür braucht man auch Platz und wenn möglich sollte man das gut verstecken.

Da man in der Regel nur beim Neubau oder der Sanierung die Möglichkeit hat, die Elektrik zu planen und neu zu verlegen, sollte man es gleich von Anfang an richtig machen.

Auf der Seite von Elektro-Plus kann man mit einem Webplaner sehr schnell und einfach in seinem Grundriss elektrikertaugliche Pläne anfertigen. Das habe ich auch Raum für Raum getan.

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In Summe bin ich auf ca. 40 zusätzliche Steckdosen gekommen, 8 CAT7-Duplexdosen, zwei-drei Lichtschalter inkl. Wandbrennstellen mehr und meine Lautsprecherverkabelung. Dazu zwei Vorbereitungen für dieUnterputzradios von GIRA im Bad und in der Küche. Auch eine zweite Sat-Dose macht im Wohnzimmer Sinn, wenn man einen TV oder Sat-Receiver mit Twin-Modul hat, um parallel einen Sender aufzeichnen zu können und einen weiteren Sender schauen möchte.

Gedanken machen sollte man sich auch über einen evtl. Markiesenanschluss an der Terrasse, ein Bewegungsmelder mit Lampe im Garagenbereich oder so kleinere Feinheiten, wie eine Steckdose direkt im Fensterrahmen für weihnachtliche Beleuchtung oder ähnlichem. Die Palette ist also sehr reichhaltig. Alles kann – nichts muss. Meine CAT7-Netzwerkvorbereitung hinter dem Kühlschrank habe ich mittlerweile aufgrund der Kosten wieder gestrichen. Zukunftsspielerei.

Da ich die Rahmen und Abdeckungen gegen dieweißen undschwarzen Glasrahmen der Esprit Serie von GIRA austauschen werde, kommt mir der Elektriker vom Preis her etwas entgegen, da er mir nur die Schalter- und Doseninnenleben im Haus zur Verfügung stellt.